Gaspreise
Spätestens im kommenden Winter werden viele die gestiegenen Gaspreise bemerkt haben. Aber auch jetzt hört man schon Klagen. Auf teure Energiepreise wird man sich wohl oder übel gewöhnen müssen. Vorbei sind die Zeiten, als die Versorgung mit Öl, Kohle und Gas keine Frage der Knappheit waren. Die Lebenshaltungskosten werden zweifellos teurer. Dies kann man in Deutschland auch an den sich schleichend erhöhenden Lebensmittelpreisen beobachten.
Und mit jeder Gaspreiserhöhung werden bestimmte Forderungen gebetsmühlenartig wiederholt. Da ist die stets wiederkehrende Forderung nach einer Abschaffung der Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis, die Orientierung nach anderen Arten der Energiegewinnung, die Steigerung der Effektivität der Kraftwerke, die optimale Zusammensetzung des Energiemixes und wie man sich am besten energiesparend verhält.
Wer der aus Verbrauchersicht ungünstigen Gaspreisentwicklung im Privaten entgegenwirken will, kann den Gasanbieter wechseln, für eine gute Wärmedämmung des Hauses sorgen und sich ein energiesparendes Verhalten angewöhnen. Für den Gasanbieterwechsel bietet das Internet eine ideale Plattform.
Dort kann man sich auf den Homepages der Gasversorger über deren Tarife informieren, oder, besser noch, gleich einen Gastarifrechner zu Rate ziehen. Der nimmt einem nämlich gleich das lästige Vergleichen ab. Hierzu müssen Sie ihm nur Ihre Postleitzahl und den Verbrauch offenbaren.
Aufwendiger, weil kostenintensiver ist die Wärmedämmung des Hauses. Die Investitionen amortisieren sich jedoch nach ein paar Jahren. Insbesondere durch das Dach und, wenn vorhanden, durch den Keller entweicht viel Wärme.
Fenster und Türen sind eine weitere Schwachstelle im Haus. Wärmbrücken sollten behoben werden. In Neubauten sollten sie eigentlich nicht vorkommen, aber wenn Sie einen Altbau beziehen, könnte es sein, dass noch welche vorhanden sind.
Der Bezug der billigsten Erdgas Preise und die beste Isolation nützt nichts, wenn man ein verschwenderisches Verhalten an den Tag legt. Wer im Winter z.B. dauernd seine Fenster auf kipp hat, darf sich über einen hohen Verbrauch und teure Preise für Gas nicht wundern. Räume, in denen man sich seltener aufhält als in anderen, sollten weniger geheizt werden. Das versteht sich eigentlich von selbst.